Silvester - Floridablog - Central Florida

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31.12. Birds, birds, birds …

Herausgegeben von Edith in Reisen · 31/12/2014 20:22:00
Tags: Silvesterflorida
331 Vogelarten sind laut dem „Smithsonian Handbook: Birds of Florida“ gelistet, die entweder in Florida brüten oder hier überwintern. Im viel größeren Deutschland soll es 527 Arten geben (http://www.club300.de/ranking/birdlist_de.php), nur sind sie bei uns nicht so leicht zu entdecken. Viele unserer Vögel leben hoch oben in den Bäumen und können nicht so gut beobachtet und fotografiert werden, während hier in Florida hauptsächlich Seevögel leben, die sehr viel größer sind, meist am Boden zu finden und oft auch absolut nicht menschenscheu sind. Das macht Florida ganz schnell zum Land Nr. 1 für Vogelbeobachtung. Obwohl ich bereits seit 1996 hierher komme habe ich erst im letzten Jahr damit angefangen, Fotos von den Vögeln zu machen, sie zu identifizieren und dann den deutschen, lateinischen und englischen Namen aufzuzeigen. Das macht total Spaß. Ich habe bisher 45 verschiedene Vogelarten gefunden, und davon sehr viele direkt um mein eigenes Grundstück. Obwohl ich in einer Stadt lebe ist hier sehr viel Natur und der kleine Teich hinter dem Haus ist nicht gepflegt, sondern wild und mit allerhand Pflanzen bewachsen, was die Vögel lieben. Ich kann also jedem, der sich für Vögel interessiert, nur dazu raten, mal einen Urlaub in Florida zu machen. Mein Haus ist preiswert zu vermieten.
Meine zweite Lieblingsbeschäftigung hat sehr viel mit dieser ersten zu tun. Ich liebe es, in die Naturparks zu gehen, die meistens einen ausgeschilderten Wanderweg haben. Es gibt sehr viele davon, das liegt daran, dass hier eigentlich alles Land in Privatbesitz und damit nicht zugänglich ist, überall warnen „No Trespassing“ Schilder vor dem Betreten, oft wird sogar Waffengebrauch angedroht. Es ist also nicht so wie bei uns, wo die weite Natur für jedermann zugänglich ist. Deshalb hat die Landesverwaltung viele Gebiete aufgekauft, um die Natur zu bewahren und hat sie dann als öffentlichen Park ausgewiesen. Einige sind von Rangern bewacht und kosten Eintritt (5 $ oder Jahrespass), andere sind frei zugänglich. Und in vielen kann man auch campen. Ich habe also inzwischen alle Parks, die im Umkreis von 50 km liegen, schon abgeklappert, und natürlich findet man dabei auch immer mal einen Vogel, der noch nicht zu meinem Haus gekommen ist.
Natürlich würde ich auch gerne mehr Säugetiere finden, aber das ist viel schwieriger. Es gibt zwar immer noch Bären hier und leider werden sehr oft welche getötet. Die Wohngebiete breiten sich immer mehr aus, engen den Raum der Bären ein und deshalb kommt es manchmal zu Angriffen von Bären auf Menschen. Ähnlich ist es mit dem Panther. Noch gibt es ihn, aber oft wird er getötet. Beide Tiere konnte ich leider noch nicht selbst sehen. Den Waschbär sieht man manchmal, allerdings ist er eher in der Nacht aktiv. Auch das Gürteltier ist mir begegnet, beide sind abgelichtet. Aber als ich eines Morgens ein Opossum auf meinem Gartenzaun sah konnte ich nicht so schnell die Kamera holen. Besser lief es mit der Flussotterfamilie, die sich einmal auf meinem Rasen ausruhte.


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